Kozákov

Berggipfel

Radostná pod Kozákovem

Der Berg Kozákov (744 m ü.M.) ist eine geologisch und mineralogisch wichtige Lokalität mit vielen Klippen an den Hängen. Er bildet einen Teil des geomorphologischen Komplexes Ještědsko-kozákovský hřbet ("Jeschken-Kosakow-Kamm"). Drei Gesteinsformationen tragen zu seiner geologischen Struktur bei: Perm, Kreide und Neogen. Die permischen andesitischen Vulkanite (Melaphyre) sind die am häufigsten vertretenen Gesteine. Diese sind jetzt vor allem im Steinbruch Votrubec am Südhang des Kozákov freigelegt. Adern und Mandeln sind mit verschiedenen Varietäten von Quarz (Achat, Jaspis, Chalcedon, Amethyst, Kascholong, Rauchquarz usw.) und anderen Mineralen (Zeolithe, Calcit usw.) gefüllt. Am Westhang sind die permischen Vulkanite mit verkieselten Sandsteinen der Peruc- und Korycany-Schichten bedeckt, die Reste von Pflanzen und Abdrücke von Muscheln enthalten. Es gibt hier bemerkenswerte Pseudokarsthöhlen, die archäologisch bedeutend sind, wie "Babí" und "Kudrnáčova pec" und einen gemeißelten Felsraum "Drábovna". Unterhalb von Drábovna befindet sich die Canyon artige Schlucht Měsíční údolí ("Mondtal"). Die Gipfelbereichen von Kozákov und ein Teil seines Ost- und Nordhangs bestehen aus Neogen-Basalt mit zahlreichen Peridotit-Einschlüssen ("Olivinknollen"). Kozákov war bereits zu Zeiten Karls IV. als mineralogische Fundstelle bei den Künstlern bekannt, wobei vor allem örtlicher Jaspis verwendet wurde. Die daraus gefertigten Ornamente und Reliefs finden wir auf Artefakten in Sammlungen in ganz Europa.



Fotogalerie

26_Kozakov

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